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Meine erste Reise führte von Wetzikon nach Lissabon. Da meine Tochter Nina heiratete flog ich danach wieder nach Hause. 10 Jahre später nun werde ich die Schlaufe WestEuropa vollenden. Ich fliege am Mo, 16.Mai 2022 nach Lissabon und fahre von dort mit dem Velo über Gibraltar, Barcelona, Marseille und Lyon nach Hause.

Ab Beginn meiner RückReise erstelle ich jeden Tag einen Tagesbericht mit Fotos. Das Tagebuch beginnt zuunterst auf dieser Seite, der neueste Eintrag ist zuoberst.

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 Tagebuch WestEuropa 2.Teil

 

Sa, 21.5.2022, VillaRealSantoAntonio, 107km. Albufeira, Faro, Olhao, Tavira, VRSAntonio. Wetter: Hochnebel, milchig, Abend schön, 26°. Unterkunft: Hotel Apolo, sFr 50.—.

Welche Wohltat, kein nennenswerter Wind.  Über lange Distanzen fuhr ich entlang dem AtlantikRadweg Nr 1. Allerdings gegen 50km auf Kieswegen. VillaRealSantoAntonio ist gegenüber Albufeira gestern geradezu ein gesitteter Ort. Keine wilden Horden aus dem Norden.  Morgen muss ich ausschlafen. Die erste Fähre über den Grenzfluss Guadiana nach Spanien fährt am Sonntag erst um 10 Uhr.

Fr, 20.5.2022, Albufeira, 78km. Aljezur, Lagos, Lagoa, Albufeira. Wetter: Milchig, 28°. Unterkunft: Hotel Villa São Vicente, sFr 102.—
Heute fuhr ich einen Negativrekord, bis 16 Uhr weniger als 80km. Ich kam nicht mehr weiter. Gemäss WetterApp rechnete ich mit andauerndem leichten Westwind. Der kehrte aber schnell und verwandelte sich in einen starken, unerhört zermürbenden Gegenwind aus Osten. Bis nach Faro zu kommen war unmöglich, in Albufeira war der Ofen aus und ich stieg in einem der ersten Hotels der grossen Stadt am Meer ab. Und natürlich kämpfte ich am Abend mit Krämpfen.

Trotzdem brauchte ich ja etwas zu essen und begab mich Richtung Strand. Das Flaniergebiet in der Stadt ist riesig. Es gibt sicher über hundert Restaurants, vorwiegend FleischSchuppen. Und welche Mengen davon konsumiert werden ist für mich schlicht unanständig. Noch unanständiger waren allerdings die Horden von geradezu feissen Männern, halb ausgezogen und halb in Bier ersäuft. Unerhört lautstark natürlich. Das ist genau die Welt, auf die ich dankend verzichte. Und trotzt meines schwachen Tages heute bin ich doch sehr zufrieden mit mir. Ich bestellte einen ThonSalat für 12 Euro - den ich natürlich auch nur zur Hälfte mochte. Und halt, es gab natürlich einen Haufen ganz normaler Leute.


Do, 19.5.2022, Aljezur, 117km.
VilaNova, Sinas, PortoCovo, Odeceira, Aljezur. Wetter: Schön, 25°. Unterkunft: Hotel Vicentina, sFr 80.—.

Gegen Süden wird die Algarve deutlich schöner und attraktiver, schöne Küstengebiete wechseln sich ab mit Kulturland, das sich im Vergleich mit der Schweiz allerdings ziemlich bräunlich ausnimmt. Auch durch grosse Wälder mit den berühmten Korkeichen. Vor allem aber war die küstennahe Strasse über weite Distanzen kaum befahrbar. Reine, sehr holprige Schotterstrassen, kilometerweise mit Sand überdeckt. Da hilft nur absteigen und Velo stossen. Durch Sand kann man nicht fahren. Die letzten 30km scherte ich mich ums Navi und nahm die Hauptstrasse.

Mi, 18.5.2022, VilaNova, 93km mit Velo, 20km mit Fähren. Lissabon, Fähre, Cazilhas, Setubal, Fähre, Troja, Vila Nova. Wetter: Morgen bedeckt, Nachmittag schön, 22°. Unterkunft: Hotel Rural: sFr 68.—.

Mit einer ersten Fähre überquerte ich den Tejo nach  Cazilhas. Die Fahrt nach Setubal war nicht gerade erbauend und auch die Fahrt über die lange Halbinsel von Troja (nach einer weiteren Fähre) ergab kein Sujet für ein Foto. Es war eine reine verbuschte SandLandschaft. Da in Sines alle Hotels ausgebucht waren landete ich in in einem einfachen Hotel ein Dorf davor.

Di, 17.5.2022, Lissabon. Wetter: leicht bewölkt, 23°. Ereignisloses SightSeeing.

Mo, 16.5.2022, Wetzikon-Lissabon. Wetzikon, Effretikon, Kloten (Flughafen). Flug nach Lissabon. Wetter: Bedeckt, 23°. Unterkunft: Brown’s Hotel, sFr ? (Schon bezahlt).

Ich startete mit dem Velo nach 8Uhr und erreichte den Flughafen nach 28km in 1 1/2 Stunden. Beim VeloCheckIn halfen mir bis zu drei Unterbeschäftigte beim VeloEinpacken. Normalerweise kostet der VeloTransport 100.—. Diesmal kostete er nichts oder die Dame hat die Verrechnung schlicht vergessen. Ich wehrte mich nicht.

 Der Flug dauerte gut 2,5 Stunden und ich erlebte das erste Mal, dass es überhaupt nichts zu essen gab, ausser man bezahlt es. Nach Lissabon wird die Zeit eine Stunde vorgestellt.

Nach der VeloMontage fuhr ich 8 km ins Stadtzentrum in ein vorreserviertes Hotel, wo ich für 2 Nächte einquartiert bin. Da ich heute noch nichts gegessen habe freute ich mich auf ein gutes Nachtessen in den Strassen Beizen des Zentrums.