Mobile nav
Ab Beginn meiner Reise erstelle ich jeden Tag einen Tagesbericht mit Fotos, allerdings, nur wenn ich W-Lan zur Verfügung habe. Das Tagebuch beginnt zuunterst auf dieser Seite, der neueste Eintrag ist zuoberst.

Tagebuch NordAmerika

Di, 22.7.2019, Whitehorse2, Ruhetag. Wetter: Leicht bewölkt, 20°.

Whitehorse ist die Hauptstadt des kanadischen Yukon Territory‘s und hat 26‘000 Einwohnern. Sie wurde gegründet Ende des 19. JH beim Beginn des Klondike Goldrushs, dem grösster GoldRausch in ganz NordAmerika. Eine 180km Eisenbahn ab Skagway am Pazifik wurde gebaut (Heute wieder als TouristenAttraktion in Funktion) und somit war das KlondykeGebiet im Norden mit DawsonCity als damaligem HauptOrt ab Whitehorse über den Yukon River mit DampfSchiffen nach 600km erreichbar. Der YukonRiver, der mit total 3000 km in einem grossen nördlichen Bogen in der BeringSee mündet war allerdings auch ab der Mündung mit Schiffen befahrbar, allerdings nur im Sommer (Eis). Dieser GoldRush mit 100‘000-en Abenteurern aus aller Welt muss eine unvorstellbare Welt gewesen sein. Ausser dem YukonRiver und teilweise anderen Flüssen gab es in diesem riesigen Gebiet nur gigantische Wald- und Sumpf-Gebiete, aber keine VerkehrsWege. Die Strapazen müssen enorm gewesen sein.

Ab morgen habe ich gemäss Prognose für eine Woche prallen Gegenwind, schöne Aussichten.

Mo, 21.7.2019, WhiteHorse, 159km. Wetter: Morgen bedeckt, Mittag schön, Abend Gewitter, 15-20°. Unterkunft: Motel Days-Inn, sFr 190.—.

In der Nacht machte ich mit besorgte Gedanken: Seit Tagen schon quälen mich ernsthafte Entzündungen in meinem Schritt mit millimeter-hohen Auswüchsen. Ich hatte das auf meinen Reisen lediglich zweimal. Und jedesmal knapp vor einem Ruhetag. Nach dem Ruhetag war der Spuk wieder vorbei. Diesmals allerdings leide ich seit Tagen darunter und der nächste Ruhetag beginnt erst heute Abend. Schmieren und Salben hilft allerthalben, sagt man. Glaube ich nicht. Für mich gilt: Entweder ich habe die nötigen Abwehrkräfte in meinem Körper oder dann habe ich ein wirkliches Problem. Ich werde mich die heutigen 160 km (immerhin mindesten 10 Stunden netto im Sattel) mit weiterhin grossen Schmerzen durchkämpfen und dann nach einem Ruhetag feststellen —na ja, wie‘s dann eben weitergeht. Ich bin guten Mutes. Mein Immunsystem wird das schon richten. Wenn nicht, telefonierte ich wieder einmal mit General McPhagen, das ist der Chef der Makrophagen, so quasi der Chef der Artillerie meines ImmunSystems. Nach einem ernsthaften (natürlich virtuellem) Gespräch mit ihm hat er sich schon immer meiner Probleme angenommen und schon Tage danach wusste ich gar nicht mehr, weshalb ich ihn überhaupt angerufen habe. Der Spuk war vorbei. Na ja, könnte ja wieder wieder so funktionieren. Wie gesagt: Ich bin guten Mutes.

Die Fahrt war schmerzhaft aber schnell, grösstenteils eben und mit einem konstanten leichten Rückenwind. Die boreale WaldLandschaft blieb jedoch auch heute dieselbe wie schon seit Fairbanks, aussagekräftige Bilder, die etwas Neues zeigen gibt es nicht. Hier in WhiteHorse mache ich nach 1000km meinen ersten Ruhetag unterwegs.

Und eben, heute habe ich den 1‘000-sten Kilometer durchfahren.

So, 21.7.2019, Haines Junction, 109km. Wetter: Bedeckt, Regen, 10°. Unterkunft: Motel KluanePark, sFr 90.—.

Die ganze Nacht schon hatte es geregnet und so startete ich nach einem Morgenessen bei strömendem Regen. Und es regnete bis kurz vor Haines ununterbrochen. Aber ich fand nach zwei Absagen, No Vacancy, eine Unterkunft mit einem angeschlossenen chinesischen Restaurant und konnte alles wieder waschen und vor allem trocknen.

Sa, 20.7.2019, Destruction Bay, 193km. Wetter: Bedeckt, Regen, 10-15°. Unterkunft: Motel Talbot Arm, sFr 90.—.

Ich kannte meine heutige Distanz und startete wieder früh. Es war ein sehr unfreundlicher Tag, es regnete zwar nicht stark, dafür aber jeweilen stundenlang. Und auch heute hatte ich wieder ein Erlebnis mit WildTieren. Da trotteten doch zwei Wölfe in sehr kurzer Distanz vor mir über die Strasse und einer von ihnen setzte sich am Strassenrand hin und betrachtete mich interessiert wie ich mein iPhone parat machte und ihn fotografierte.

Und über die ganzen 193km gab es ausser einem RV-Park (Park für Mobile Homes) nichts. Und auch Destruction Bay besteht lediglich aus einem einfachen Motel, einem Restaurant und einem kleinen Laden. Aber für mich ist das  nach 190km Luxus pur. Morgen habe ich nur eine kurze Reise, da kann ich wieder einmal frühstücken.

Fr, 19.7.2019, BeaverCreek, 183km. Tok-Grenze zum Yukon, Kanada-BeaverCreek. Wetter: Leicht bewölkt, 25°. Unterkunft:Motel Ida, sFr 75.—.

Mittlerweile wird der Start um 5 Uhr, wie in Russland zur Gewohnheit. Die Distanzen von Unterkunft zu Unterkunft sind auch dieselben und dazwischen gibt es auch hier nichts. Ausser Wald und Sumpf, Taiga eben. Allerdings war es heute geradezu hügelig, ich kam also nicht mehr so schnell vorwärts, ausserdem wurde mir die Uhr um eine Stunde vorgestellt. Aber zumindest fand ich nach der langen Fahrt wieder eine Unterkunft.

Do, 18.7.2019, Tok, 180km. Wetter: Schön, 25°, am Abend 28°. Unterkunft: Motel SnowShoe, sFr 100.—.

Abfahrt war wieder um 5Uhr, denn für 180 km muss ich mit 12 Stunden Fahrt rechnen. Dank fast konstanten RückenWind kam ich allerdings schon nach 10 Stunden in Tok an und auf der ganzen Strecke sah ich zwar zwei Schulhäuser am Strassenrand, aber kein Dorf, keine Tankstelle und somit auch kein Laden. Ich fuhr fast ausschliesslich durch Wald auf meist ebener und wiederum guter Strasse. Es hatte nur wenig Verkehr, aber die Hälfte der Fahrzeuge waren WohnMobile. Dank meinem Fähnchen und meinem Schweizer Tricot hielten auch heute wieder einige Schweitzer an. Alaska muss eine grosse Anziehungskraft besitzen.

Nicht angehalten haben allerdings eine ElchKuh mit ihrem Jungen. Die kamen am Morgen keine 50m vor mir aus dem Wald, überquerten die Strasse und verschwanden wieder auf der andern Seite. Für ein Foto reichte die Zeit natürlich nicht. Und gegen Abend überquerte ein anderer Zeitgenosse 70 m vor meinem Velo die Strasse, den die allerwenigsten AlaskaReisenden je zu Gesicht bekommen. Es war ein RiesenBrummer von einem Schwarzbären. Ich fiel fast ab dem Velo. Einige Sekunden später wäre er mir wohl geradewegs ins Velo getrottet. Natürlich wartete auch er nicht, bis ich für ein Foto parat war und verschwand wieder im Wald.

Da es in Tok zum nächsten Restaurant mehr als eine Meile war kaufte ich in der Tankstelle nebenan ein FertigMenue und wärmte es in der Mikrowelle. Nicht gerade gediegen aber satt war ich allemal.

Mi, 17.7.2019, Delta Junctin, 159km. Wetter: Wechselnd bewölkt, 20-25°. Unterkunft: Kelly‘s Inn, sFr 129.—.

Heute fing der Ernst des Lebens wieder an. Um 5 Uhr. Ich hätte auch schon um 3 Uhr starten können oder um Mitternacht. Es ist eh immer hell. Ich könnte also rund um die Uhr durchfahren. Aber mein Ziel war Delta Junction und das hoffte ich nach 10-11 Stunden zu erreichen.  Und dazu reichte mein Start um 5Uhr.

Die erste Stunde fuhr ich bei 10° durch dichten Nebel. Aber danach hellte das Wetter auf. Die Strasse war grossartig und  dank dem Pannenstreifen sehr sicher. Ich folgte meist dem stark mäandrierenden Tanana-River auf ebenem Gelände. Unterwegs traf ich zwei Basler-Ehepaare mit je einem Camper und in DeltaJunction wurde ich von drei Damen aufgrund meines Schweitzer-VeloTricots auf deutsch angesprochen. Ausgewandert. Ebenfalls in diese Gegend ausgewandert sind in den 1990-er Jahren viele Russen, WeissRussen und Ukrainer, sodass heute 50% der Einwohnerschaft slawischer Sprache sind.

Di, 16.7.2019, Fairbanks. 800km Rückflug. Wetter:  Bewölkt, 20°. Unterkunft: Motel Borealis Stay, sFr 135.—.

Etwas nach acht Uhr wurden unsere Identitäten kontrolliert und wir wurden durch einem Beamten einer Ölfirma drei Stunden in einem Kleinbus durch die riesigen Ölförder-Anlagen geführt. Die Flächen sind gigantisch, die FörderAnlagen ebefalls, das alles ist so gross und auf die Flöche verteilt, dass man keine aussagekräftigen Bilder machen kann. Es war eine sehr eindrückliche Führung. Eindrücklich, im Sinne von kalt war aber auch das Bad im Arctic Ocean, das ich mir, zusammen mit Mike natürlich nicht nehmen liess. Vor einigen Wochen war das Meer hier noch komplett zugefroren.  Mit einem kleinen Flieger flogen wir bei leider viel Bewölkung in gut 2 Stunden zurück nach Fairbanks. Unterwegs musste unser Pilot die Position aller Waldbrände unter uns melden. Um drei Uhr war ich in einem neuen Quartier untergebracht.

Mo, 15.7.2019, DeadHorse, 400km mit Van. Wetter: Wechselnd bewölkt, gegen Abend Regen, 20°. Unterkunft: Lodge, im Arrangement inbegriffen.

Schon bald nach ColdFoot bogen wir in ein Dorf ab mit dem sinnigen Namen Wiseman mit 12 Einwohnern. Das Dorf existiert seit bald 100 Jahren, die Strasse erst seit deren 40. Wie diese uralten Hütten mit EinfachVerglasungen und bei minus 40° geheizt werden ist mir ein Rätsel. Ein Einwohner erzählte über die Siedlung und zum Schluss besuchten wir noch das DorfMuseum — kein Witz.

Unterwegs sahen wir Kariboes, eine Herde Muscox und ein BabyBär. Über die BrooksMountains gelangten wir endgültig in die arktische Tiefebene. Bäume gab‘s keine mehr und nach 30cm ist man im gefrorenen Boden, im Permafrostund und der ist bis zu 600m tief. In dieser Gegend gibt es pro Jahr lediglich 10cm Niederschlag, aber genau heute regnete es in DeadHorse, des zivilen Teils der PrudhoeBay. Wir machten noch eine SightSeeing-Tour durch die Ölfelder samt der Infrastruktur, zum Glück im Auto, denn es ist kein m2 asphaltiert und der Dreck bei diesem Regen war unbeschreiblich. Übernachten konnten wir in einem primitiven Camp, nachdem wir in einem Container eine Mahlzeit einnehmen konnten. Für das Schöpfen am Büffet auf den eigenen Teller musste jeder antiseptische PlastikHandschuhe anziehen. Bier gab‘s keines.

So, 14.7.2019, ColdFoot, 400km mit Van. Wetter: Leicht bewölkt, 20-25°. Unterkunft: Lodge, im PauschalPreis inbegriffen.

Ich fuhr mit dem Velo 10km bis zum TourOperator und pünktlich um 8 30 startete unser Driver Mike mit 5 Teilnehmern in einem grossen Van. Heutiges Ziel war ColdFoot, etwa 400km nordwärts. Die Luft war die ersten 200km noch etwas rauchig von mehreren Waldbränden, die scheinbar immer noch wüteten. Die Strasse und die in der Nähe verlaufende Öl-Pipeline wurden in den 1970-er Jahren in nur drei Jahren gebaut (die PipeLine von Valdez zur PrudhoeBay 1200km, die Strasse von Fairbanks ebenfalls zur PrudhoeBay 800km). Gewaltige Bauwerke. Wir fuhren auf ca der Hälfte der Strecke auf teilweise sehr schlechten Asphaltstrassen, teilweise auf Schotterpisten. Den YukonRiver überquerten wir auf der einzigen Brücke auf dessen gesamten Länge von 3000km. ColdFoot ist eine sehr einfache Station, wo vor allem Arbeiter zum Unterhalt der PipeLine und der grossen PumpStationen übernachten. Touristen sind sehr dünn gesät. Nach dem Nachtessen besuchten wir ein sehr eindrückliches VisitorCenter bevor ich mir, meinen TagesRapport schreibend, noch ein Bier genehmigte.

Sa, 13.7.2019, Fairbanks3. Wetter: Bewölkt, trocken, 20°-25°.

Fairbanks ist ein ziemlich trister Ort und so musste ich den Tag schon fast zu Tode schlagen, denn meine Tour zum Arctic Ocean beginnt erst morgen. Ich fuhr erstmal zum morgigen Treffpunkt, dann zum neuen Motel am Dienstag und dann erkundigte ich mich, wie ich am Mittwoch aus der Stadt herauskommen werde. Eben, ich hatte ja nichts anderes zu tun.

W-Lan ist schon in diesem Hotel eine mittlere Katastrophe, ab morgen werde ich wohl für 3Tage nicht mehr senden können. Ich fahre auf einer geführten Reise per Van 800 km nach Norden an die PrudhoeBay am ArcticOcean und fliege dann wieder zurück. Irgendwann melde ich mich wieder. 

Fr, 12.7.2019, Fairbanks2, OrganisationsTag. Wetter: Bedeckt, leichter Regen, 20°.

Ich komme mit dem Velo nicht zum Nordmeer resp. von dort wieder runter nach Fairbanks. Es gibt genau eine Unterkunft auf den 800km und der grösste Teil der Strasse ist nicht asphaltiert, dh, bei Regen fast nicht passierbar. Und trotzdem wollte ich nach Norden. Irgendwann fand und entschied ich mich für eine drei-tägige geführte Tour von Sonntag bis Dienstag. Mit 1500$ nicht gerade billig, aber ich bin genau einmal in dieser Gegend.

Di, 11.7.2019, Fairbanks. Wetter: Hochnebel, am Nachmittag Regen, 15-25°. Unterkunft: Hotel Westmark, sFr 182.—.

Heute fuhr ich im PanoramaWagen  der Eisenbahn ca 600km nach Norden, nach Fairbanks. Die Fahrt dauerte 12 Stunden und führte manchmal durch einen schönen Canyon, ansonsten aber durch endlose Taiga, vorwiegend bestehend aus Wald und Sumpf und sonst nichts. Zum Glück gab es manchmal einen Elch zu bestaunen. Einen Tag ging ja noch. Wie jemand aber eine 2-wöchige BahnFahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn durch genausolche Landschaften durchsteht ist mir schleierhaft.

Vor Fairbanks wütete in der Nähe ein Waldbrand, über weite Strecken war die Luft rauchgeschwängert. Sehr unangenehm vor allem, da auch die Stadt noch für Stunden betroffen war.

Mi, 10.7.2019, Seward/Anchorage. Wetter: Bewölkt, 20°.

Bis mein Velo morgens um 2Uhr ankam konnte ich natürlich kein Auge zutun und als es dann tatsächlich da war kontrollierte ich sofort meine Pneus. Dies darum, weil mir schon einmal die Pneus durchstochen wurden, da ich die Luft nicht abgelassen habe. Die Leute von den Airlines habe nicht die geringste Ahnung von Physik; ein Pneu kann auch bei niedrigem Druck im Frachtraum nie explodieren. Es war alles intakt, ich konnte beruhigt noch 3-4 Stunden schlafen.

Mein Zug fuhr pünktlich etwas vor 7 Uhr ab nach Süden. Er fuhr höchstens 60km/h, meist aber viel langsamer. Manchmal hätte ich ihm locker nachrennen können. Wir erreichten Seward nach etwa 180km trotzdem pünktlich um 11Uhr. Ich buchte eine SchiffFahrt von 5 Stunden mit einem MittagEssen auf Fox Iland. Nebst einigen Orkas (von Weitem), Seelöwen und massenhaft Vögeln gab‘s allerdings nicht zu sehen. Die Zeit, um zu den grossen GletscherZungen zu gelangen reichte leider nicht. Zum Glück gab es auf dem Zug zurück ein gutes Fischmenue und da ich noch ein Glas Wein bestellte konnte ich sogar noch länger sitzen bleiben (Schichtbetrieb). Ansonsten ist ZugFahren eine ziemlich langweilige Angelegenheit.

Und Di, 9.7.2019, Anchorage2 (mein Geburtstag), Wetter: Schön, 20-25°.

Schon früh am Morgen lief ich zum nahe gelegenen Bahnhof und buchte ich mir zwei BahnFahrten, über die ich morgen und übermorgen berichten werde. Danach  nahm ich den 10-Kilometer-Marsch zum Flughafen  unter die Beine und war ganz erstaunt, dass meine Saccochen angekommen waren. Nach wie vor gab es aber keine Spur von meinem Velo. Warten war weiterhin angesagt. Am Abend erfuhr ich, dass mein Velo angekommen sei, es würde mir im Laufe der Nacht zugestellt. Na ja, dann warte ich eben.

Mo, 8.7.2019, Wetzikon/Anchorage. Wetter in Anchorage bei Landung: Schön, 26°. Unterkunft: Motel Econo Inn, 115.—.

Der Abflug war etwa 10.30, der Flug von Kloten mach Newark dauerte 8.5 Stunden, 3 Stunden hatte ich für den FlugzeugWechsel zur Verfügung und dann   flog ich nochmals gut 7 Stunden bis nach Anchorage, wo ich um halb acht Lokalzeit ankam. Alles klappte perfekt, nur —  mein Gepäck ist in Newark hängengeblieben. Ich buchte also über booking.com ein bezahlbares Hotel und konnte nur noch hoffen, dass alles morgen ankommen würde. Mit einem Taxi gelangte ich zum Hotel. Trotz meiner Buchung war das Hotel ausgebucht. Ich brauchte eine Stunde um ein Hotel mit einem freien Zimmer zu finden. Keine Luxusherberge, dafür kostet sie nur die Hälfte als bei booking.com. Um Mitternacht kam ich ins Bett, übrigens bei fast voller Helligkeit.

Mi, 3.7.2019, ReiseVorbereitungen. Am Montag, 8.7.2019 fliege ich nach Anchorage in Alaska (USA). Ich plane, mit dem Zug über den Denali NationalPark (Mt. McKinnley) nach Fairbanks zu fahren. Irgendwie möchte ich nach PrudhoeBay im obersten Norden gelangen. Ob überhaupt und wie weiss ich noch nicht, sicher nicht mit dem Velo (Schotterstrassen, keine Unterkünfte). Von dort fahre ich die sogenannte KlondikeRoute nach Süden durch Alaska, den Yukon (Ca), BritishColumbia bis nach Vancouver (Halbzeit). Eine sehr abgelegene Gegend, trotzdem werde ich kein Zelt mitnehmen. Ich nehme an, dass ich mit Abfahrtzeiten um 5 Uhr morgens irgendwann gegen Abend zu einer Unterkunft gelange.

Ab Vancouver bis nach Phoenix durch die US-Staaten Washington, Oregon, Kalifornien und Arizona gibt es immer heissere Temperaturen und immer weniger Regen, in Arizona rechne ich mit über 40 Grad. Mein Flug ab Phoenix ist am Do/Fr, 19./20.9.2019 gebucht und ich habe mir für die ganze Reise eine Woche Reserve eingeplant. Durch Alaska und Kanada dürfte mich die Reise stark an Sibirien erinnern, und ich rechne darum auch mit grossen TagestDistanzen.