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2. Etappe:  Mo, 26.4.2021 - 16.5.2021


Ab Beginn der Reise erstelle ich jeden Tag einen Tagesbericht samt Fotos. Das Tagebuch beginnt zuunterst auf dieser Seite, der neueste Eintrag ist zuoberst. 

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2021.05.16, Montreux, 18 km. Cully, Epesses, Chexpres, St. Saphorin, Vevey, La Tour de Peilz, Montreux.  Topografie: Hügelig. Wanderzeit: 5.5 Std, Wetter: Bedeckt/Regen, 12°. Zug nach Hause.

Die Wanderung durch eines der schönsten Weinbaugebiete der Welt, das Lavaux ist selbst bei schlechtem Wetter ein Erlebnis. Vor 800 Jahren begannen der Orden der Zisterzienser mit der Terrassierung der steilen Landschaft und es ist Franz Weber zu verdanken, dass das Lavaux ins Welterbe der UNESCO aufgenommen und durch 2 Volksinitiativen verhindert wurde, dass die Landschaft weiter überbaut wird. Vor allem das Weinbaugebiet des Dezaley zwischen den Weinbergen Epesses und St.Saphorin ist an Steilheit fast nicht mehr zu überbieten.

Um 14 Uhr bestieg ich den Zug und beendet die 2. Wanderetape.


2021.05.15, Cully, 22 km
. Morges, St.Sulpice, Ouchy(Lausanne), Lutry, Cully. Topografie: Total flach. Wanderzeit: 6 Std, Wetter: Bedeckt/Regen/Wind, 12°. Unterkunft: Hotel Mayor Davel, sFr 145.—.

Die Wanderung führte fast ausschliesslich dem LacLeman entlang, meist über komfortable Strandwege, durch grosse Pärke und die letzte Stunde noch durch die Rebberge des Lavaux. Entgegen meinen Befürchtungen blieb es lange Zeit trocken, erst die letzten zwei Stunden unterwegs regnete es leicht. Allerdings blies ein scharfer Westwind, der den See ziemlich in Wallung brachte und mich dazu, mich schon fast winterlich anzuziehen. Es ist allerdings erstaunlich, wie gut die offenen Terrassen mit Leuten gefüllt waren, die nicht nur etwas tranken, sonder ganze Menues bestellten. Kaum war ich im, wie immer vorbestellten Hotel angekommen fing der angekündigte Regen wirklich an und der wird wohl für einige Zeit anhalten.

2021.05.14, L’Isle/Morges, 25 km. Orbe, Croy, Moiry, L’Isle. Zug nach Morges. Hügelig. Wanderzeit: 7 Std, Wetter: Bedeckt/Regen, 12°. Unterkunft: Hotel Savoie/Morges, sFr 143.—.

Gemäss Wetterprognose war mit 0.1mm Regen zu rechnen gewesen. Also nichts. Allerdings marschierte ich durch drei Gewitter mit Hagel (der Hagel blieb liegen). Die Wassermengen waren sehr gross und alle Wege verwandelten sich in Bäche. Der Dreck war unbeschreiblich. Die Schuhe waren eh schon voll Wasser, also lief ich einfach durch. Das GPS spinnte wieder einmal grandios und so machte ich einmal mehr kilometerlange Umwege. Da ich in der Gegend kein HotelZimmer fand bestieg in L‘Isle den Zug einer mir völlig unbekannten EisenbahnLinie und fuhr über Apples (umsteigen) nach Morges. Morgen sind ungleich grössere Mengen Regen angesagt: Aber, ich habe mir diese Wanderung vorgenommen und da kapituliere ich nicht wegen schlechten Wetters.


2021.05.13, Orbe, 23 km
. Onnens, Grandson, Yverdon, Mont de Chamblon, Suscévaz, Orbe. Flach. Wanderzeit: 7 Std, Wetter: Bedeckt und windig, 12°. Unterkunft: Hotel Des Mosaiques, sFr 133.—.

Ich besuchte unterwegs das Schloss Grandson. Wie der Name schon gast sagt: Ein grandioses Schloss mit einer bewegten Geschichte, vor allem im 15. JH zur Zeit der BurgunderKriege. Die Wanderung selbst war unspektakulär, sie führte fast ausschliesslich durch flaches Gelände, eben durch die Plaine de l‘Orbe. Eine äusserst fruchtbare Gegend. Allerdings unterbrochen durch den Mont de Chamblon, wo der lange und schlechte Waldweg vom vielen Regen derart versoffen war, dass ich vielfach neben ihm ging. Ausserdem wird in grossen Wäldern das GPS sehr ungenau und ich wunderte mich eigentlich, dass ich bei jeder Abzweigung die richtige Richtung erwischte.

Für morgen wollte ich in Montricher übernachten. Das einzige Hotel in der weiteren Umgebung war allerdings ausgebucht. So werde ich morgen nochmals einen Tag ‚klemmen‘ und per Zug nach Morges fahren, wo ich ein Zimmer buchen konnte. Es ist eben Auffahrt.


2021.05.12, Onnens, 20 km.
Ferme de Soliot, Creux du Van, Onnens. 250 m  rauf, 1170 runter: Wanderzeit: 7 Std, Wetter: morgen Nebel, Nachmittag schön, 15°. Unterkunft: Hotel Bellevue, sFr 144.—.

Der Creux du Van: Eine höchst einmalige Felsformation, eine halbrunde Felswand von über einem Kilometer Länge und 250 m Höhe, die musste ich einmal in meinem Leben sehen und erleben. Aber eben, gestern konnte ich zwar einen Blick  in die Wand werfen, fotografieren war allerdings unmöglich. Ich war durchgehend durchnässt. Und heute Morgen war der ganze Kessel nebelverhangen. Aber, ich geb‘s zu, ich hatte grosse Mühe, an die Kannte der Wand zu gehen. Meine Schwindelfreiheit als ehemaliger Kletterer ist gegen Null gesunken. Ich befürchtete eine totale Blockade. Dann kann ich mich nicht einmal mehr umdrehen. Also liess ich es.

Es regnete zwar nicht mehr, allerdings waren die Grasnarben und die vielen Dreckpassagen sehr glitschig. Ausserdem bewegte ich mich immer wieder in ausgewaschenen ‚Bachbetten‘ vom vielen Wasser der letzten Tage. Aber gegen Mittag trocknete es zusehend und ich begann wieder, mich des Lebens zu erfreuen. Und das muss man sich manchmal mit zwei ‚Scheisstagen’ richtiggehend verdienen. Auch genoss ich in Onnens über dem NeuenburgerSee das gepflegte Hotel mit Lavabo und Toilette im Zimmer (keine Stirnlampe mehr, um brünzeln zu gehen).


2021.05.11, Ferme du Soliot/Creux du Van, 6 km.
Noiraigues, La Ferme de Soliot. 650 m  rauf, 0 runter: Wanderzeit: 2.5 Std, Wetter: Fürchterlich, 7°. Unterkunft: Hotel Ferme du Soliat, sFr 45.—.

Da es unentwegt weiterregnete getraute ich mich nicht über den Creux du Van bis nach Onnons zu wandern sondern nur bis zur Ferme du Soliot, wo ich gestern eine Unterkunft reserviert habe. Ich fuhr also mit dem Zug bis Noiraigue, womit ich einen Wandertag ‚geklemmt‘ habe und stieg über 14 Serpentinen hinauf auf den Creux du Van. Durchgehend nass und verfroren bezog ich ein einfachstes Zimmer mit Gasofen in der Scheune und verbrachte den Nachmittag lesenderweise im Bett bis die Batterien leer waren. Morgen sollte das Wetter endlich wieder trocken werden.

Die Ferme, in der ich wohne, ist geradezu ein archaischer Ort. Steckdosen gibt es keine, Toilette und Lavabo sind fast im Keller, das Haus ist von einem völlig offenen Feuer in der Küche geheizt (habe ich noch nie gesehen) — aber gesprochen habe ich durchgehend spanisch (ZentralAmerikaner).

2021.05.10, Villier/ Neuchâtel, 15 km. Nods, Le Chasseral, Col du Chasseral, Villier. 680m  rauf, 750 runter: Wanderzeit: 5 Std, Wetter: Fürchterlich, 7°. Unterkunft: Hotel Touring au Lac, Neuchâtel, sFr 150.—

Es gibt fürchterliche Tage und es gibt grauenhafte. Heute war Letzteres. Beim Morgenessen diskutierte ich lange mit einem äusserst sportlichen MittVierzigern, der ebenfalls durch den Jura tourt, allerdings rennenderweise. Gehe ich mit etwa 25 km pro Tag kommt der auf MarathonDistanz. Eindrücklich. Ich startete dann bei beginnendem Regen fast 700HM auf den Chasseral und dann lange Zeit über die Krete des Chasserals. Dies bei strömenden Regen, sehr starkem Wind und somit schon fast eisiger Kälte. Ausserdem war der Weg äusserst glitschig. Nicht gerade Verhältnisse aus dem Träume bestehen. Ich war wieder einmal völlig durchgefroren, das erste Mal waren meine GoretexSchuhe völlig durchnässt und in Villier merkte ich beim Einsteigen in den Bus, oh  Schreck, ich habe vergessen, den Rucksack wasserdicht abzudecken. Mit dem Bus fuhr ich in einer halben Stunde aus dem Val de Ruz nach Neuenburg und fand ein ansprechendes Hotel mit einer Badewanne. Nach einer halben Stunde darin war ich wieder restauriert. Erstaunlicherweise war nur ein Teil der Wäsche nass und nach 3 Stunden war der grösste Teil wieder trocken. Im chinesischen Restaurant neben dem Hotel gab’s natürlich wieder kantonesische Ente.  Ein versöhnlicher Abschluss eines schwierigen Tages. Allerdings, es regnete immer noch.

2021.05.09, Nods, 22km. Biel, Frinvillier, Ollon, Les Pres d‘Ollon, Nods.  990m rauf, 540 runter: Wanderzeit: 6.5 Std, Wetter: Schön, 20°. Unterkunft: Hotel Cheval Blanc, sFr 100.—??

Wo ich schon mal in Biel war benutzte ich die Gelegenheit, wieder einmal die TaubenlochSchlucht zu begehen. Eine imposante Schlucht mit drei WasserKraftwerken an der Schüss. Am oberen Ende geht man unentwegt unter Brücken durch. Das ist wohl die intensivste  VerkehrswegeKonzentration der Schweiz überhaupt. Eine Bahn, eine Kantonsstrasse und eine richtungsgetrennte Autobahn (erstellt während meiner Studienjahre in Biel.) Und alles über mir.

Danach ging’s über breite Forstwege hinauf nach Les Pres d‘Ollon auf über 1200 müM und danach über weite Matten hinunter nach Nods. Das Restaurant war zu, das Hotel allerdings offen, es wurde also wieder langweilig. Im Internet erwies sich meine vorbereitete Tour als unmöglich. Ich werde somit weiter umdisponieren müssen.


2021.05.08, Frinvillier/Biel, 25km.
Weissenstein,, Plagne, Frinvillier. 560m rauf, 1280 runter: Wanderzeit: 8 Std, Wetter: Leicht bewölkt, 15°. Unterkunft: Hotel Dufour/Biel, sFr 100.—.

Weich ein Unterschied gegenüber den letzen zwei Tagen. Es war trocken, die Sonne schien meistens und vor allem, es gab nur noch leichten Wind. Die Wanderung führte über weite Bergrücken, aber auch ausgesetzte Gräte (mit Seilsicherungen) und lange Waldpartien. Knapp vor Frinvillier passierte mir noch ein Verhauer, der mich 45 Minuten kostete. Da es in Frinvillier und seiner Umgebung keine Unterkunft gab nahm ich den Bus und fuhr nach Biel. Da kenne ich mich aus, es war ja meine StudentenStadt. Im mir gut bekannten Hotel Dufour bekam ich nicht nur ein Zimmer, sondern auch gutes indisches Essen.

2021.05.07, Weissenstein, 20km. Balsthal, Schwengimatt, Balmberg, Weissenstein. 1140 rauf, 370 runter: Wanderzeit: netto 7 Std, brutto 8 Std. Wetter: Regen und stürmisch, <10°. Unterkunft: Hotel Weissenstein, sFr 175.—.

Auch der heutige Tag war an Unfreundlichkeit kaum mehr zu überbieten. Es war nass, kalt und weiterhin  sehr stürmisch. Zum Teil waren die Wege so dreckig und glitschig dass es fast kein Durchkommen mehr gab. Auf dem Balmberg, einem Übergang von Welschenrohr nach Wangen, sah ich den weitaus grössten BaumSeilPark. Bei der Vorbereitung der Reise war der Zimmerpreis im Hotel Weissenstein bei etwa 130.—, da heute allerdings das Wochenende beginnt wurde der Preis glatt verdoppelt. Ein Wucher! (wurde danach allerdings wieder reduziert) Dynamische Preise nennt man das. Zumindest hatte es viele Gäste, das heisst, es stellte sich zumindest ein RestaurantFeeling ein. Völlig neu in CoronaZeiten.

Morgen gibt es in Frinvillier kein Hotel und auch das Hotel auf dem Chasseral hat zu. Ich muss somit ziemlich improvisieren.


2021.05.06, Balsthal, 15km
. Ober Belchen, Belchenfluh, Bärenwil, Roggenfluh, Balsthal. 370m rauf, 760 runter: Wanderzeit: netto 5 Std, brutto 6 Std. Wetter: Regen und stürmisch, <10°. Unterkunft: Hotel Balsthal, sFr 130.—.

Ein ausgesprochen misslicher Tag. Anfänglich noch trocken fing aber schon bald der Regen an. Auf den Höhen herrschte Sturm. Zum Glück wanderte ich viel im Wald, wo der Wind nicht in voller Stärke hinkam. Ich erreichte mein reserviertes Hotel völlig durchgefroren und verbrachte den Nachmittag mit zusätzlicher langer Unterwäsche im Bett des Hotels.

2021.05.05, Ober Belchen, 26km. Staffelegg, Benkenjoch, Salhöhe, Geissfluh, Hauenstein, Ober Belchen. 1090m rauf, 620 runter: Wanderzeit: netto 8 Std, brutto 9 Std. Wetter: Stürmisch, 10°. Unterkunft: Berghaus Oberbölchen, sFr 120.—?

Per Bus fuhr ich zurück auf die Staffelegg. Der WanderTag startete nasskalt und bei SturmWind. Später wurde es trocken, der Sturm auf der BaslerSeite blieb mir allerdings erhalten. Ich war gespannt auf meine ziemlich alternative Unterkunft. Es war ein HundeAusbildungsZentrum. Ich war zurzeit allerdings der einzige Gast. Der Wirt kochte mir trotzdem ein Menü und mit der Besitzerin, einer ehemaligen AutoRennFahrerin und zwei Herren konnte ich bei einem Glase Wein noch etwas plaudern. Der Abend im Zimmer wurde dann trotzdem ziemlich lang.

2021.05.04, Staffelegg/Küttigen, 28km. Baden, Windisch, Brugg, Linnerberg, Staffelegg. 1070 m rauf, 810 runter: Wanderzeit: netto 7.5 Std, brutto 9 Std. Wetter: Schön, 15°. Unterkunft: Hotel Traube Küttigen, sFr 130.—.

Von Baden wanderte ich über einen Höhenzug vom LimmatTal ins ReussTal nach Windisch über eine ReussBrücke. Gleich daneben ist ein imposantes Flusswehr zum Betrieb der damals grössten Spinnerei der Welt, gebaut vor fast 200 Jahren durch Heinrich Kunz, der auch im Aatal eine Spinnerei hatte. Dann, nach einem kleinen Übergang ins AareTal, ging’s ans Steigen über einen weiten Weg über den Linnerberg zur Staffelegg. Da es dort aber keine Unterkunft gab nahm ich den Bus nach Küttigen zu einem reservierten Hotel. Zum Abendessen konnte ich mich einer Handwerkergruppe anschliessen.


2021.05.03, Baden, 23km
. Bülach, NeeracherRiet, Dielsdorf, LägernÜberquerung, Baden. 520 m rauf, 570 runter: Wanderzeit: netto 6.5 Std, brutto 7.5 Std. Wetter: Schön, 15°. Unterkunft: Hotel Belhotel im Park, sFr 122.—.

Nachdem ich übers Wochenende die folgenden Tagesetappen verkürzt habe fuhr ich heute Morgen nach Bülach. Um 09 00 startete ich die Wanderung, zuerst über die Ebene entlang des NeeracherRiets nach Dielsdorf. Dann begann der 500 m Aufstieg auf die Hochwacht und dann lange auf dem teilweise anstrengenden und vielfach ausgesetzten Gratweg über den ganzen LägernKamm bis wieder hinunter nach Baden.


2021.04.30, Bülach, 13km.
  Flaach, Tössegg, Bülach. 200 m rauf, 200 runter: Wanderzeit: netto 3.5 Std, brutto 4.0 Std. Wetter: leicht Bewölkt, 15°. Unterkunft: Zuhause.

Ich realisierte die letzten Tage, dass die vorbereiteten Etappen um etwa einen Drittel zu lang sind. Diese Sequenz halte ich nicht durch. Deshalb bestieg ich in Bülach den Zug und fuhr nach Hause. Uebers Wochenende passte ich die Distanzen an .

2021.04.29, Flaach, 29km. Stein am Rhein, Stammheim, Andelfingen, Flaach. 430 m rauf, 470 runter: Wanderzeit: netto 7.0 Std, brutto 8.5 Std. Wetter: Morgen bedeckt, nachmittags Regen, 15°. Unterkunft: Hotel ??, sFr 110.—.

Wanderung über den Rheinrücken ins Stammheimertal und über einen weiteren Rücken ins Thurtal nach Andelfingen. Dann über einen weiteren Rücken nach Flaach, eigentlich im Tösstal. Das einzige Hotel im Dorf hatte kein Restaurant. Der Hotelier brachte mir allerdings eine Pizza aufs Zimmer.

2021.04.28, Stein am Rhein, 29km. Kreuzlingen, Ermatingen, Mammern, Steckborn, Stein am Rhein. 250 m rauf, 250m runter: Wanderzeit: netto 7,5 Std, brutto 8.5 Std. Wetter: Morgen bedeckt, nachmittags sonnig, 18°. Unterkunft: Hotel Rheinfels, sFr 142.—.

Es war wieder eine relativ flache Wanderung entlang des Untersees. Aus Zeitgründen verzichtete ich auf die Überquerung des BodenseeRückens. Ich brauchte wieder einmal etwas Spielraum. Die letzten beiden Tage kam ich nach 19 Uhr im Hotel an, heute schon um 16Uhr.

2021.04.27, Kreuzlingen, 39km. Rorschach, Arborn, Utwil, Münsterlingen, Kreuzlingen. 100 m rauf, 100m runter: Wanderzeit: netto 9.5 Std, brutto 11 00. Wetter: Sonnig, 20°. Unterkunft: Hotel Swiss Bellevue, sFr 119.—.

Eine einfache, aber sehr lange Wanderung durch ‚Mostindien‘, meist auf Seewegen entlang dem Bodensee und fast ohne Höhenmeter. In Uttwil versuchte ich Moni und Arthur einen Besuch abzustatten. Es war allerdings niemand zu Haus, ich verlor dadurch eine halbe Stunde und meine ohnehin grenzwertige Tagesdistanz wurde nochmals 2 Km grösser. In meinem Hotel war ich der einzige Gast am einzigen Tisch — und ein Morgenessen gibt es auch nicht. Na ja!!

Mo, 26.4.2021, Oberriet nach Rorschach, 28 km. Oberriet, Altstätten, St. Anton (1110müM), Kaien, Rorschach. 1110 m rauf, 1130m runter: Wanderzeit: netto 7 45, brutto 9 00. Wetter: Leicht bewölkt, 15°. Unterkunft: Hotel Mozart, sFr 139.—.

Heute tätigte ich einen ‚Zwischenangriff‘. Eigentlich sollte ich ab Genf, wo ich meine letztjährige Wanderung unterbrochen habe, weiterwandern. Das ist durch die hohen Berge zu dieser Zeit allerdings nicht möglich. Bis Ende Juni hat es viel zu viel Schnee.

Ich fuhr also mit dem Zug nach Oberriet im Rheintal und wanderte durch die Ebene nach Altstätten. Dann allerdings fing das Steigen an, durch ein wildes Tobel und über einen sehr steilen Waldweg bis nach St. Anton, der Passhöhe auf 1100 müM. Dann durch die liebliche Landschaft des AppenzellerLandes mit zwei weiteren Anstiegen und am Schluss steil hinunter nach Rorschach. Die Hotels von Rorschach sind ausgebucht. Ich erhielt wohl noch das letzte Zimmer in der Stadt (gemäss Booking).